S-Bahn verursacht Informationschaos in Sachen Entschädigungszahlungen für Studierende

ASten kritisieren Informationspolitik der S-Bahn: S-Bahn verbreitet Fehlinformationen über die Entschädigungsregelungen für Studierende nach dem Verkehrschaos der vergangenen Monate. Sie wälzt damit die Bearbeitung von Anfragen auf Studierendenschaften und Hochschulen ab. Konkrete Informationen über die Modalitäten der Abwicklung sind frühestens Ende November zu erwarten.

Nach den erheblichen Einschränkungen des öffentlichen Nahverkehrs in den vergangenen Monaten nahm die Berliner S-Bahn GmbH die Studierenden zunächst mit fadenscheinigen Argumenten von den Entschädigungsregelungen aus. Im Oktober erklärte sich die S-Bahn dann bereit, Studierenden ein Sechstel des Semesterticketpreises zu erstatten. „Wir begrüßen diese überfällige Reaktion auf Druck der Studierendenschaften und Öffentlichkeit“, so die Semesterticketbeauftragte der Feien Universität Berlin Jenny Simon. „Die derzeitige Informationspolitik der S-Bahn ist hingegen untragbar: Die von den Berliner Verkehrsbettrieben kürzlich verbreitete Meldung, die ASten würden die von der S-Bahn zugesagten Entschädigungen der Studierenden auszahlen, sind nach derzeitigem Sachstand schlicht falsch. Nach dem Verkehrschaos produziert die S-Bahn nun auch Chaos bei der Auszahlungsregelungen der Entschädigungen für Studierende – eine weitere Zumutung für Kunden und Vertragspartner.“

Die S-Bahn hatte in den vergangen Wochen verkündet, dass die Abwicklung der Entschädigung von Studierenden über die ASten erfolge, ohne mit diesen zuvor auch nur das Gespräch aufzunehmen. Nachdem sich die Studierendenschaften über die Fehlinformationen beschwerten ersetzte die S-Bahn diese durch eine weitere Ente – die Hochschulen würden Auskunft über die Entschädigungszahlungen geben. Dabei sind Informationen zu der Durchführung der Entschädigung von Studierenden momentan wohl selbst dem VBB nicht bekannt.

Die von der S-Bahn verbreitete Fehlinformation sorgen derzeit für erheblichen Chaos in den Semesterticketbüros der ASten: Studierende kommen in den Asta und erwarten, dort umgehend bar die Entschädigung ausgezahlt zu bekommen. Die Semesterticketbüros der Asten von Berlin und Potsdam werden mit Anfragen der Studierenden überhäuft. „Die Bearbeitung der Fülle von Anfragen der Studierenden zu den Entschädigungsregelungen von der S-Bahn auf ASten und Hochschulen abzuwälzen, ist nicht vertretbar. Wir erwarten nicht nur eine Kompensation der Studierenden, sondern auch der ASten für die unnötig verursachte Arbeit“, so Simon.

Informationen zu der konkreten Umsetzung der Entschädigung von Studierenden sind bislang nicht bekannt. Über die Modalitäten der Abwicklung, die mit einigem verwaltungstechnischen Aufwand verbunden sein dürfte, wird der VBB Mitte November mit den Studierendenverwaltungen der Hochschulen sowie den jeweiligen Asten in Verhandlung treten. Mit einem Ergebnis ist vermutlich nicht vor Ende November zu rechnen.

AStA FU, AStA TU, RefRat HU, AStA Potsdam

Der AStA gratuliert zur Wiederwahl

Sehr geehrte Herr Rennert,

der AStA der UdK gratuliert Ihnen zur Wiederwahl und hofft auf eine
weitere konstruktive Zusammenarbeit. Die nächsten fünf Jahre stehen jetzt
schon unter keinem guten Stern, daher wünschen wir Ihnen viel Kraft und
Durchhaltevermögen.

Resolution

Das Studierendenparlament der UdK hat auf seiner Sitzung am 22.04.09 diese Resolution verfasst und verabschiedet:

Im Sinne der Gleichberechtigung der Geschlechter und im Kampf gegen Sexismus verurteilt das Studierendenparlament der UdK die Auswahl der zur Vermeidung von Unfällen an die neu installierten Drehtüren der gemeinsamen Universitätsbibliothek der UdK und TU geklebten Figuren.

In der Überzeugung, dass diese sexistische Geschlechtsstereotypen widerspiegeln und einem Körperideal entspringen, welches von einschlägigen Medien propagiert wird und negative gesellschaftliche Folgen hervorruft, fordert das Studierendenparlament die Direktion der Universitätsbibliothek der UdK dazu auf, umgehend gegenüber dem zuständigen Baureferat der TU dafür einzutreten, dass die Figuren entfernt und durch nicht diskriminierende Folien ersetzt werden.

Es bittet gleichzeitig den AStA der UdK, zwischen allen Mitgliedern der Universität zu einer Diskussion über Sexismus und Diskriminierung anzuregen und einen Entschluss des Akademischen Senats herbeizuführen, der ebenfalls die Entfernung der Figuren fordert.

Erklärung zur Abwicklung der Kunstlehrer_innenausbildung an der Universität Potsdam

Erklärung des Allgemeinen Studierenden-Ausschuss (AStA) und des Fachschaftsrates Bildende Kunst (FSRBK ) der Universität der Künste Berlin zur Abwicklung der Kunstlehrer_innenausbildung an der Universität Potsdam

Der AStA und der FSRBK nehmen die am 12.02.09 vom Fakultätsrat der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Uni Potsdam beschlossene Abwicklung des Kunstlehramtstudiums mit Bedauern und Unverständnis zu Kenntnis.

Angriff auf die Kunst

Karoline Kreissl vom FSRBK sieht darin einen Angriff auf das Schulfach Kunst, dessen Stellenwert seit der PISA-Debatte immer mehr leidet. „Wenn Brandenburg keine eigenen Kunstlehrer_innen mehr ausbildet, wird dies zwangsläufig dort zu einem Mangel an ausgebildeten Kunstlehrer_innen führen. Kunst wird in einem noch größeren Ausmaß als bisher fachfremd unterrichtet werden. Dies ist für die UdK eine Katastrophe, da wir auf qualifizierte Bewerber_innen angewiesen sind.“

Kooperation zwischen Uni Potsdam und UdK?

Aus der Sicht des AStA ist es unerklärlich, warum in Potsdam noch immer das Argument ins Feld geführt wird, die Uni Potsdam plane eine Kooperation mit der UdK, um den zukünftigen Bedarf an Kunstlehrer_innen zu decken. Der Fakultätsrat Bildende Kunst der UdK hat am 10.12.08 dem in dieser Sache verhandelnden Beauftragten für Lehrerbildung Prof. Martin Ullrich empfohlen, die Gespräche mit Potsdam einzustellen, da er keine positiven Auswirkungen für Studierende der UdK durch eine solche Kooperation feststellen konnte. Auf der Sitzung der zuständigen Kommission für Lehrerbildung im Februar 2009 fiel denn dann auch kein Wort mehr über eine geplante Kooperation.

Sven Cishmack vom AStA der UdK erklärt die Empfehlung des Fakultätsrats so: „Die Studierenden an der UdK haben sich bewusst für ein Studium in Berlin entschieden. Sie wollen als Berliner Lehramtsstudierende auch von den anderen Berliner Universitäten wahrgenommen werden. Als Studierende der kleinsten Berliner Universität gehen sie in den Debatten um die Lehrer_innen-Ausbildung leicht unter. Eine Kooperation mit Potsdam könnte diese Situation verschärfen. Dies hat auch der Fakultätsrat so gesehen und folgerichtig gehandelt.“

Gegen eine Kooperation spricht auch, dass die Studienprofile in den beiden Bundesländer derart unterschiedlich sind, dass es ohne gravierende Veränderungen der Module kaum möglich sein dürfte, ein Fach in Brandenburg und eines in Berlin zu studieren. Besonders deutlich wird dies beim Masterstudium, das anders als in Brandenburg für Lehrer bis zur Sekundarstufe I in Berlin lediglich über zwei Semester geht. Dieser so genannte „kleine Master“ ist allerdings auch nur noch bis zum Wintersemester 2009/10 als Zeitpunkt des Studienbeginns im Master akkredidiert. Bis dahin muss es zu einer Neugestaltung kommen, von der derzeit noch niemand genau sagen kann, wie diese auszusehen hat.

Augrund dieser Situation ist es dem AStA und dem FSRBK unverständlich, wie Ministerin Wanka die Abschaffung des Kunst Lehramt-Studiums geschehen lassen konnte. Wir fordern ihr Ministerium auf, ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen, um eine Kunstlehrer_innen-Ausbildung in Brandenburg zu ermöglichen, die den Stellenwert der Kunst und ästhetischen Erziehung in der Gesellschaft anerkennt.

Ergebnisse der StuPa-Wahl 2009

Ihr habt am 20. und 21. Januar 2009 euer neues Studierendenparlament gewählt, das am 11. Februar 2009 um 18.00 Uhr zum ersten Mal in der Hardenbergstraße 33 tagen wird. Gewählt wurden bei einer Wahlbeteilung von 10,56% (Stimmenanzahl in Klammern):

Hannah Bergmann (158), Anne Wagner (156), Jan Hugel (149), Sven Cishmack (147), Marie Harten (146), Stephanie Algermissen (135), Johanna Weichbrodt (134), Thomas Grandoch (133), Cathleen Lüdde (133), Masa Matejic (133), Carina Vieweg (132), Jelena Maywald (131), Timo Fiebig (130), Jan David Baalmann (128), Janina Riester (127), Markus Göst(124), Lilie Basel (122), Anja Brysch (122), Sven Wiehl (122), Jakob Cevc (120), Magdalena Hasse (119), Anne Hahner (116), Iman Rezai (116), Christoph Hey (114), Matthias Läzer (112), Katleen Nagel (112), Benjamin Nick (111), Astrid Weber (110), Maria-Elisabeth Niebius (109), Felice Kroworsch (108).